Katzenseuche- infektiöse feline Panleukopenie


Die feline Parvovirusinfektion hat man 1978 in Europa und fast gleichzeitig in den USA und Australien nachgewiesen. Diese Infektion ist eine ansteckende Viruserkrankung, die das Immunsystem befällt. Auch immungeschwächte geimpfte Tiere können daran erkranken, wobei hier die Erkrankung nicht so schwerwiegend ausfällt wie bei einem ungeimpften Tier. Der Erreger, die Parvoviren, sind die kleinsten tierischen DNS- Viren. Dieser Virus braucht Zellen die über eine hohe Zellteilungsrate verfügen, womit er sich optimal fortpflanzen kann. Diese Zellen befinden in den Krypten des Darmes und im Lymphsystem der Tiere. Das Parvovirus ist wirtsspezifisch, das heißt, dass das Virus der Katze auch nur Katzen befällt. In der Wissenschaft geht man aber mittlerweile davon aus, dass einzelne mutierte Viren der Katze auch Hunde infizieren können. Es ist ein sehr resistenter Virus der in der Umwelt lange überlebt und infektiös bleibt. Diesen widerstandsfähigen Erreger kann man nur mit speziellen Desinfektionsmitteln abtöten. Eine Infektion findet durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren über den Verdauungs- und Atmungsapparat statt. Auch alle Se- und Exkrete können infektiös sein und das Virus übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 2-3 Tage und 4-7 Tage bis sich klinische Symptome zeigen. Bei einem perakutem Verlauf versterben die Tiere innerhalb weniger Stunden, dies tritt vor allem bei Jungtieren auf, die noch nicht ausreichend mit Abwehrstoffen versorgt sind. Das Virus verursacht eine Entzündung des Herzmuskels, dies führt zu Ansammlung von Wasser in den Lungen und zu Herzversagen. Ein akuter Verlauf zeigt sich in einer sehr heftigen Entzündung des Dünndarms. Die Ausscheidungen werden flüssig bis hin zu extremer Blutbeimengung, die Ablösungen der Darmschleimhaut enthalten kann. Der unangenehme Geruch ist typisch für den Parvovirus. Tiere mit dieser Infektion leiden unter Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit und zeigen Anzeichen einer Austrocknung des Körpers. Sie haben entweder Untertemperatur oder Fieber bis 41,5°C. Auch ein häufiges Erbrechen und eine Verminderung der weißen Blutzellen (Leukopenie) sind Begleiterscheinungen dieses Krankheitsbildes. Bei einem Tier das diese Infektion überlebt, werden scheinbar keine Viren mehr ausgeschieden. Eine Diagnose kann nur ein Tierarzt durch Nachweis von Antigenen (Viruspartikel im Kot) stellen. Zwei der am häufigsten verwendeten Elisa- Tests sind der Parvo- Strip- Test und der Parvo- Snap- Test. Anhand von Blutuntersuchungen ist festzustellen, wie hoch der Wasserverlust, Eiweißverlust, Salzverlust und der Zustand des Abwehrsystems ist. Ein Tier mit dieser Infektion sollte nur in einer Tierklinik, mit Isolierstation, behandelt werden. Eine medikamentöse Behandlung dieser Virusinfektion ist sehr eingeschränkt. Es stehen Passivimpfungen zur Verfügung, wobei man hier Interferone an erster Stelle einsetzt. Antibiotika werden verwendet um Sekundärinfektionen vorzubeugen. Tiere mit Flüssigkeits- und Nährstoffmangel bekommen Infusionen während der Behandlung. Leidet das Tier an Untertemperatur muss ihm Wärme von außen zugeführt werden.

Die beste Vorbeugung ist die Schutzimpfung.

Diese Impfung soll jährlich erfolgen, vorausgesetzt dass regelmäßig geimpft wurde und der Termin um nicht mehr als drei Monate überzogen ist. Katzenkitten müssen nach einer Grundimmunisierug 4 Wochen später nochmals geimpft werden.



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