Leukose (felines Leukosevirus FeLV)


Katzenleukose ist eine der häufigsten infektiösen Todesursachen bei Katzen. 80% der mit dem Leukosevirus infizierten und erkrankten Katzen sterben meistens in einem Zeitraum von 3 Jahren. Jedoch stellen infizierte Katzen keine Gefahr für uns Menschen dar. Das Virus wird über den Speichel und die Tränenflüssigkeit ausgeschieden. Auch die Exkremente der Tiere können Viren enthalten und als Ansteckungsgefahr für gesunde Katzen in Frage kommen. Der direkte Kontakt zwischen zwei Katzen, vor allem bei Auseinandersetzungen mit Bissverletzungen, bildet die Hauptansteckungsquelle. Eine Ansteckung der Katzenwelpen kann einerseits über die Plazenta (Mutterkuchen), aber auch über die Muttermilch übertragen werden. Auch der indirekte Kontakt durch Ausscheidungen der Mutter (Nachgeburtsblutungen) birgt die Gefahr einer Infektion mit dem Virus in sich.

Gelangt der Infektionserreger in das Verdauungssystem der Katze, hat er dadurch Zugang zu den örtlichen Lymphdrüsen, in denen dann das Virus mit seiner Vermehrung beginnt. Das Virus kann eine gewisse Zeit in den Lymphdrüsen verweilen oder gleich über die Blutbahn die verschiedenen Organe des Körpers befallen. Eine sofortige Diagnose ist schwierig, da es eine große Vielzahl an Krankheitsbildern gibt. Das Leukosevirus kann für lange Zeit (Monate, Jahre), manchmal aber zeitlebens systemlos im Organismus der Katze verweilen. Später dann in einem Abwehrschwächenden und tumorösen Krankheitsbild mit der Veränderung der Lymphknoten und einem Nierenversagen enden. Das bilden von Tumoren im Brustkorb, in der Bauchhöhle, am häufigsten an den Nieren und im Darm, sind Begleiterscheinungen dieser Infektion. Die Krankheitsanzeichen können sich wenig spezifisch durch Mattigkeit, Gewichtsabnahme, Fieberschübe und Appetitlosigkeit bemerkbar machen. Der Befall des Abwehrsystems lässt andere Erreger in das schon abgeschwächte Immunsystem leichter eindringen. Eine Katze kann somit eine Schnupfensymptomatik mit eitrigem Nasenausfluss und tränenden Augen zeigen. Auch können Entzündungen im Rachenraum auftreten, die als Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen zu erkennen sind. Begleitend können die Tiere Durchfall haben. In einem Blutbild ist zu erkennen, dass die weißen Blutkörper vermehrt oder vermindert auftreten, eine Gelbsucht ist nicht auszuschließen. Manche Tiere können eine autoimmun- hämolytische Anämie entwickeln. Rote Blutkörperchen werden von körpereigenen Abwehrzellen zerstört. Dadurch kommt es zu einer Blutarmut (Anämie), die das Immunsystem noch stärker abschwächt. Das Virus kann das ZNS der Katze erreichen und Wesensveränderungen, wie Aggressivität, zur Folge haben. Es gibt noch weit mehrere Krankheitsanzeichen der Katzenleukose, doch die Vielfältigkeit lässt das Verständnis dafür aufkommen, dass es sehr schwierig ist sofort eine genaue Diagnose zu stellen.

Heutzutage kann ein Tierarzt mit der Hilfe von Schnelltests Leukoseviren im Blut und Speichel nachweisen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Heilung für eine mit dem FeLV infizierte Katze. Eine Reihe von antiviralen Stoffen, Chemotherapeutika und Medikamenten wurden getestet, aber bisher hat man keinen Erfolg auf Heilung verzeichnen können. Es ist lediglich eine Verlangsamung und eine Schmerzlinderung des Krankheitsverlaufes zu erreichen. Man kann das Fortschreiten um Wochen, Monate oder auch Jahre aufhalten und den Zustand der Tiere soweit verbessern, dass sie nicht all zu sehr unter den Schmerzen leiden. Dennoch stellen die erkrankten Tiere immer eine Gefahr für gesunde, nicht infizierte Tiere, dar.

Eine Impfung ist der beste Schutz, um Ihre Katze vor dem Leukosevirus FeLV zu schützen. Lassen Sie ihre Katze/Kater nie mit einem nicht getesteten und nicht geimpften Tier zusammen. Achten Sie darauf, dass die Eltern eines Katzenwelpen Leukose negativ getestet und geimpft sind.



  zurück