ipps für Katzenkäufer: Augen auf beim Katzenkauf!
Bevor man sich eine Katze anschaffen möchte, sollte man einige Punkte abklären:

  • Gibt es Allergiker in der Familie?
  • Sind Sie in der Lage 12-18 Jahre für eine Katze zu sorgen?
  • Ist auch bei Ihrer Familienplanung ein fester Platz für die Katze vorgesehen?
  • Fragen Sie im Verwandten- und Freundeskreis nach, wer sich um die Versorgung der Katze kümmert, wenn Sie in ihrem Urlaub verreisen möchten!
  • Wenn Sie zur Miete wohnen, ist Ihnen eine Haustierhaltung erlaubt?
  • Seien Sie sich bewusst, dass auch eine Katze mal erkranken und die Behandlung und Pflege sehr aufwändig und teuer werden kann?
  • Planen Sie die Kosten der Vorsorgeimpfung, die jährlich auf Sie zukommen wird, ein!
  • Für Katzen haben Möbelstücke, Vorhänge und Teppiche keinen materiellen Wert!
  • Eine Katze sollte nicht als Einzeltier gehalten werden, wenn alle Familienmitglieder voll berufstätig sind! Katzen wachsen in einer Gemeinschaft auf und sie sind es dann meistens nicht gewohnt alleine zu leben. In so einem Fall ist es nicht zwingend notwendig zwei Katzenbabys zu kaufen. Einige Züchter geben auch manchmal ein erwachsenes kastriertes Tier ab, das mit den Kitten vertraut ist.


Das Wichtigste ist, nehmen Sie sich Zeit und informieren Sie sich genau über die von Ihnen ausgewählte Rasse, mit ihren Angewohnheiten und der Pflegeintensivität. Besuchen Sie mehrere Züchter und schauen Sie sich das Umfeld an, in dem die Kitten aufwachsen. Besuchen Sie aber immer nur eine Zucht am Tag, denn Viren und Bakterien können an Kleidern und Schuhen von einer Zucht in die nächste eingeschleppt werden! Kaufen Sie niemals aus Mitleid, wenn Ihnen das Wohl der Tiere am Herzen liegt, informieren Sie den Tierschutz! Mit dieser Handlungsweise kann man verhindern, dass dieser „Züchter“ weiter unbemerkt seine nicht Tierart gerechte Zucht betreibt. Bedenken Sie immer, dass die Kitten 13 Wochen beim Züchter leben und dort die wichtige Prägungsphase auf den Menschen stattfindet. Achten Sie darauf, dass die Kitten nicht ein- noch weggesperrt gehalten werden. Ein Züchter informiert Sie ausführlich über die Entwicklung und Charaktereigenschaften seiner Tiere. In einer Zucht sind nicht immer dutzende Jungtiere gleichzeitig abzugeben, haben Sie Geduld und unterstützen Sie keine Massenzüchter!!! Akzeptieren Sie, dass man Katzenkinder nicht gleich nach ihrer Geburt besuchen darf. Kein Züchter, der sich der Verantwortung für seine Kitten bewusst ist und der die Mutter seiner Kitten schätzt, wird Sie vor der vollendeten 4. Lebenswoche zu Besuch kommen lassen. Wundern Sie sich nicht über Fragen nach Ihren Lebensumständen, denn wir möchten nur immer den bestmöglichen Lebensplatz für unsere Katzenbabys. Ein verantwortungsvoller Züchter wird Ihnen nicht einfach so ein Kitten verkaufen, nach dem Motto: Geld her, da Katze!!!! (In so einem Fall, lassen Sie zu Ihrem eigenen Schutz und zum Wohle aller Katzen die Finger von solch einer Zucht!) Wenn Sie das Kitten Ihrer Wahl gefunden haben, erkundigen Sie sich regelmäßig nach Ihrem Katzenbaby und besuchen Sie es. Ein engagierter Züchter wird Sie stets über die Entwicklung und seinen Gesundheitszustand auf dem Laufendem halten. Bereiten Sie zu Hause alles für das neue Familienmitglied vor. Informieren Sie sich genau über seine Ernährungsgewohnheiten und füttern Sie in der ersten Zeit das gleiche wie der Züchter. So vermeiden Sie, dass das Baby auf eine Futterumstellung mit Durchfall reagiert. Fragen Sie welches Streu und was für Katzentoiletten der Züchter verwendet. Ein Züchter gibt seine Kitten nicht vor der12.- 13. Lebenswoche ab, eine frühere Abgabe verstößt gegen die meisten Vereinsstatuten und erst dann ist auch der volle Impfstatus gewährleistet. Ein Kitten aus einer ordentlichen Zucht wird immer durchgeimpft und mit Papieren, meist auch mit einem Gesundheitszeugnis, abgegeben. Wenn Sie das Kitten zu Hause haben und es sollten Probleme auftreten, scheuen Sie sich nicht den Züchter anzurufen. Ein verantwortungsvoller Züchter wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn er es nicht tut, was aber sehr selten ist, wenden Sie sich an seinen Verein, dieser wird Ihnen dann in jedem Fall weiterhelfen. Sollten Sie sich von Ihrer Katze, aus was für einem Grund auch immer, trennen müssen, informieren Sie umgehend den Züchter, er wird Ihnen bei der Vermittlung behilflich sein. Geben Sie Ihre Katze bitte nie einfach nur im Tierheim ab! Wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, für das Tier zu sorgen, vermitteln Sie es immer kastriert. Denn wenn nicht öffnen Sie Massen- und Schwarzzüchtern Tür und Tor zur Vermehrung, die dieses Tier für ihre Zwecke missbrauchen wollen. Derartige Personen wollen mit einer unkastrierten Katze nur ein Schnäppchen machen. Auch ein Züchter würde keine potente Katze unkastriert vermitteln.


Machen Sie Ihre Wahl einer Katze nicht vom Preis abhängig, sondern entscheiden Sie mit Vernunft und Ihrem Herzen. Beobachten Sie die Babys, gehen diese neugierig auf Sie zu oder muss man sie mühsam unter Möbeln hervorholen? Alle Tiere müssen einen gesunden Eindruck machen, sie sind lebhaft, nicht ängstlich und scheu! Es gibt so viele Vermehrer, bei diesen bekommen Sie keine Rassekatze, sondern eine Hauskatze für die man in keinem Fall 300,00-500,00 € zahlen darf (max. die Kosten für Impfungen), denn nur wer das bezahlt unterstützt die Vermehrer in ihrem für uns Züchter nicht erlaubtem handeln. Natürlich können auch wir Ihnen nie die Garantie geben, dass unsere Tiere ihr lebenlang gesund bleiben, aber ein verantwortungsvoller Züchter gibt einem Baby die besten Startmöglichkeiten in sein zukünftiges Leben und er wird Ihnen immer mit Rat und Tat, sofern es ihm möglich ist, helfen.



Also Augen auf beim Katzenkauf!


Wenn Sie sich dennoch überhaupt nicht sicher sind, ob Sie die richtige Entscheidung getroffen haben, wenden Sie sich an unseren Verein. Dieser verweist Sie dann an erfahrene Züchter, die Ihnen gerne beratend zur Seite stehen.


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